Über Metropolticket und Lärm in der Altstadt diskutiert

Beim letzten Delegiertentreffen der SPD Heidelberg vor der Sommerpause wurden Anträge der Parteibasis lebhaft diskutiert. Zum einen ging es um die Schaffung eines Metropoltickets, das es Menschen mit geringem Einkommen und ALGII-Beziehern ermöglichen soll, mobil zu sein.

Im ALGII-Basissatz sind generell 15€ für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln vorgesehen. Das ist weniger, als zwei 24-Plus-Tickets kosten, mit denen man einen Tag bis zu fünf Waben im VRN-Tarifgebiet unterwegs sein kann. Die Delegiertenkonferenz stimmte für diesen Antrag der Jungsozialisten, in dem gefordert wird, dass ein Metropolticket für 20€ im Monat geschaffen wird, mit dem dieser Personenkreis im gesamten Tarifgebiet fahren darf. Damit würden auch Busse und Bahnen besser ausgelastet, vor allem in den Nebenzeiten. Für Schülerinnen und Schüler soll es kostenlos sein, das bestehende MAXX-Ticket könnte für Kinder aus Familien am Existenzminimum also kostenlos werden.
Zudem soll es einen Kultursozialpass geben, mit dem dieser Personenkreis - stark vergünstigt - Einrichtungen aus den Bereichen Sport, Kultur und Weiterbildung nutzen darf. Und das in der gesamten Metropolregion, was natürlich intensive Verhandlungen erforderlich macht. Anke Schuster nannte als Beispiel die sehr guten Leistungen des „Heidelberg Pass plus“, für den sich die von ihr geführte SPD-Gemeinderatsfraktion so stark gemacht hatte. Mit großer Mehrheit wurde der Antrag an die SPD-Gemeinderatsfraktion und die SPD-Gremien der Metropolregion verabschiedet.
Heftiger diskutiert wurde der Antrag der Jungsozialisten und der SPD Altstadt/Schlierbach zum Thema „Lärm in der Altstadt“. Einig war man sich darin, dass eine Überregulierung nichts bringe. Es handele sich auch nicht ausschließlich um ein Problem mit der Jugend, hieß es. Die berechtigten Interessen von Menschen, die in der Altstadt wohnen und vielen Feierwilligen und Touristen müssten unter einen Hut gebracht werden – eine Herkulesaufgabe. Beschlossen wurden folgende Kernforderungen: Es muss wieder einen Polizeiposten in der Altstadt geben, der Tag und Nacht besetzt ist. Die Moonliner-Busse müssen noch häufiger verkehren und auch den Uni-Platz anfahren. Streetworker sollen eingesetzt werden zur Vermeidung von Aggressionen und zur Deeskalation. Es soll kein generelles Alkoholverbot auf Straßen und Plätzen geben, durch eine solche Maßnahme verlagere sich das Problem in Nachbarstadtteile. Die Nutzung des öffentlichen Raumes durch Menschen, die nichts konsumieren, soll weiter möglich sein. Es sollte auch in der Altstadt Veranstaltungen für Jugendliche und Einkommensschwache geben, heißt es in dem Antrag weiter. Eine zeitliche Verlängerung der Außenbestuhlung sollte andererseits auch möglich sein. Die dadurch entstehende soziale Kontrolle könnte Randale, Wildpinkeln etc. vermeiden helfen. Nach gut zweistündiger intensiver Diskussion und Abstimmung wurde dieser Antrag verabschiedet und geht nun an die SPD-Gemeinderatsfraktion und den SPD-Kreisverband Heidelberg.
(Text: Jürgen Huntscha)

 
 

Kommunalpolitik Stadthallenanbau erfolgreich verhindert!

Der Bürgerentscheid hat gesprochen: 67% der WählerInnen sprachen sich gegen einen Anbau an der Stadthalle aus, bei einer guten Wahlbeteiligung von 38,8%. Damit ist auch das erforderliche Quorum von 25.310 Nein-Stimmen deutlich übertroffen.

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Kommunalpolitik Verlagerung HSB Betriebshof

Den Anforderungen an einen modernen öffentlichen Nahverkehr genügt der heutige HSB-Betriebshof nicht mehr. Dies ist schon seit Längerem der Grund für Überlegungen, diesen an anderer Stelle neu zu errichten – mit mehr Platz für die neuen, sehr viel größeren Straßenbahnen und mit optimierten Abläufen für Werkstatt und Technik.

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Stadtverband Bürgerentscheid zur Stadthalle

Ausgerechnet rund um die Stadthalle und den Montpellierplatz sowie an anderen Standorten im Heidelberger Stadtgebiet wurden nur kurz nach dem Aufhängen Plakate der SPD Heidelberg mit Farbsprays verunstaltet.
Die stellvertretende Kreisvorsitzende und SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Prof. Dr. Anke Schuster, bezeichnete diese Aktion als „undemokratisch“. Ihrer Ansicht nach zeige diese „gezielte Aktion nur, dass wir die richtigen Argumente haben, wenn sich Befürworter nicht anders zu helfen wissen. Wir werden uns nicht mundtot machen lassen“, so Schuster weiter. Im Rahmen eines breiten Bürgerbündnisses wirbt die SPD dafür, beim Bürgerentscheid am 25. Juli mit „NEIN“ und somit gegen einen Stadthallenanbau zu stimmen.

Veröffentlicht am 02.07.2010

 

Kommunalpolitik Visionen für Bergheim

Erfolgreiches Resümee der Podiumsdiskussion "Visionen für Bergheim". Alle beteiligten aus Wissenschaft, dem Stadtteilverein und der Bürgerschaft waren sich einig: Die Betriebshofsverlagerung wäre ein enormer Gewinn für Bergheim!

Veröffentlicht am 01.07.2010

 

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HEIDELBERG IST MEHR – als nur die Altstadt

Heidelberg braucht keinen Ausbau der Stadthalle zu einem Kongresszentrum. Was Heidelberg und Bergheim brauchen ist eine Verlegung des Betriebshofs von Bergheim in den Pfaffengrund.

Veröffentlicht am 25.05.2010

 

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Bürgerentscheid erfolgreich!

Erfolg für die Heidelberger SPD: 67,1% der Wähler sprachen sich gegen den Anbau aus!