Umgestaltung Betriebshof - kein monolithischer Block in Bergheim, oder was?

Veröffentlicht in Standpunkte


Infoveranstaltung Betriebshof Heidelberg

Die Vertreter von RNV, Stadt und Planungsbüro gaben sich Mühe. Sie erklärten auf der Infoveranstaltung zur Umgestaltung des Heidelberger Betriebshofs der anwesenden Schar von interessierten Zuhörern, wie sich die Zukunft des Betriebshofes in Bergheim darstellt – oder jedenfalls darstellen könnte. Als im Frühjahr der Gemeinderat anregte, dass sich die RNV über stadtgestalterische Perspektiven Gedanken machen solle, war klar, der Betriebshof soll was ganz besonderes werden…

Geren wird dazu ein Beispiel aus Zürich herangezogen. Insbesondere sollen die Planer prüfen, ob auf einer Halle Aufstockungen möglich seien. In Zürich hat man das entsprechend gelöst. Eine neue Straßenbahn-Abstellanlage wird überdeckt. Die dadurch entstehende Terrasse über den Gleisen steht Bewohnern und Öffentlichkeit als grüner Erholungsraum zur Verfügung. „Dank ihrer Lage, ihrer physischen Präsenz und den innovativen Nutzungen, wird sich die Kalkbreite rasch zu einem lebendigen Zentrum im Quartier entwickeln und die umliegenden, heute durch Bahngraben und Straßen getrennten Stadtteile, miteinander verbinden“ steht auf der Homepage zu lesen. Aus der Informationsvorlage der Stadt geht ähnliches hervor. Die Gemeinderäte stellen sich eine Überbauung der Abstellanlage an der Emil-Meier-Straße mit Erschließung über Treppen und Aufzug außerhalb der Abstellhalle vor. Aus Sicht der Fachplaner ist aus Erschütterungsaspekten eine Wohnbebauung aber in Heidelberg auszuschließen - denkbar seien Büros etc.. Die Kosten für den eigentlichen Aufbau werden auf 2200€/qm geschätzt. Hinzu kommt der Zusatzaufwand zur Verstärkung der Statik und des Daches in Höhe von 1000€/qm. Unterstellt ist dabei ein zweigeschossiger Aufbau. Weiter steht in der Informationsvorlage, dass die Gesamtkosten für die Überbauung „noch nicht darstellbar“ seien.

Damit also kein monolithischer Block in der Mitte von Bergheim entsteht, will die Stadt einige Millionen Euro investieren und teure Büros und öffentliche Dachgrünflächen bauen lassen, damit in einer Höhe von 10 Metern ein Fläche für Ballsport oder Frisby-Werfen entstehen kann? Oder wird es ein Hochcafe mit Blick auf die alte Feuerwache? Geht’s noch?

Die RNV investiert Millionen in den Neubau ihres Betriebshofes, dazu noch unter rollendem Rad und die Stadt zahlt Millionen für einen Hochgarten mit teuren Büros. Welche Scharlatane haben sich das denn überlegt? Haben wir Geld zu viel?

Ein paar Meter weiter finden wir in Heidelberg brachliegende Konversionsflächen, direkt an den Gleisen. Dort könnte die RNV in aller Ruhe, ohne Behinderung einen hochmodernen Betrieb aufbauen und nach Fertigstellung einfach umziehen. Der alte Betriebshof kann dann als Achse von Bahnstadt und Neuenheimer Feld dazu genutzt werden, zu dem schon vor Jahren Beschlüsse vorlagen. Sinnvolle Wohnbebauung mitten in der Stadt!

Ein Kommentar von Norbert Theobald

 

Termine

Bergheimer Sommer

am 22.07.17, 11:30 Uhr

Ort: Poststraße/Schwanenteichanlage

 

SPD Heidelberg

Der SPD Kreisverband Heidelberg.
Mehr...

 

SPD Heidelberg auf Facebook

 

Stadtteilverein

Heidelbergheim - Der Stadtteilverein von Bergheim. Mehr...